Herzlich Willkommen

Die Astronomische Vereinigung St.Gallen ist ein engagierter Verein, der sich der Förderung der Astronomie und verwandter Wissenschaften widmet. Ziel ist es, astronomisches Wissen durch gemeinsame Himmelsbeobachtungen, Vorträge, Kurse und Diskussionen sowohl unter den Mitgliedern als auch in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Unsere Mitglieder sind Kollektivmitglieder der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG) . Unser Verein schafft einen inspirierenden Raum, um die Faszination des Universums gemeinsam zu entdecken und zu teilen.

Artikel im Quartier-Magazine Riethüsli

Doro Anderegg hat über ihren Besuch unserer Sternwarte einen sehr schönen Artikel im Quartier-Magazin Riethüsli erstellt. 

Das Weltall ins Quartier holen

Astronomische Wetteraussichten in St.Gallen

Tipp: Auf die grünen Quadrate in der ersten Zeile "Summary" achten. Dann ist der Himmel klar und die Sterne sind zu sehen:

Nächster Beobachtungsabend

Fr, 24. April ab 20:30 bis 21:30 Uhr, Sternwarte, Unterer Brand

Bei schönem Wetter laden wir sie erneut ein mit uns den Sternhimmel zu beobachten.

Nächster Vortrag

Anfang Oktober wird ein weiterer Vortrag organisiert. Näheres demnächst hier.

Astronomische Ereignisse

Vollmond im Mai – Der «Blumenmond» steigt auf

Datum: 1. Mai 2026

Sichtbarkeit: Die ganze Nacht, Aufgang ca. 21:15 Uhr MESZ

Am 1. Mai 2026 erreicht der Mond seine volle Phase – in der volkskundlichen Tradition der nordamerikanischen Ureinwohner auch «Blumenmond» genannt, denn im Mai beginnt die Natur zu blühen.

Der Vollmond im Mai steht noch relativ tief am Himmel – er bewegt sich gegenüber der Sonne, die im Mai schon hoch steht. Das bedeutet: Der Vollmond geht im Südosten auf, überquert die Nacht in einem flachen Bogen und leuchtet in einem warmen, leicht rötlichen Schimmer, wenn er nahe am Horizont steht. Ein schöner Anblick – besonders mit der noch kahlen Frühlingslandschaft als Silhouette.

Was lässt sich beobachten?
Beim Vollmond zeigt der Mond sein bekanntes Gesicht in voller Pracht. Die Kraterlandschaft – ohne Schatten durch schrägen Lichteinfall – wirkt zwar flacher als bei Halb- oder Sichelmond, dafür leuchten die hellen Strahlensysteme grosser Einschlagkrater wie Tycho oder Copernicus besonders eindrucksvoll.

Im Teleskop lohnt sich ein Blick auf:

  • Mare Tranquillitatis – das «Meer der Stille», Landeplatz von Apollo 11
  • Tycho-Krater mit seinen hellen Strahlensystemen
  • Copernicus – einer der markantesten Ringkrater der Mondvorderseite

Hinweis für Tiefhimmelsbeobachter: Bei Vollmond ist der Himmel zu hell für schwache Galaxien oder Nebel. Nutzt die Vollmondnacht stattdessen für Mondbeobachtungen oder geniesst einfach das Mondlicht.

Der Vollmond ist das einladendste Einsteigerobjekt der Astronomie – kein Teleskop nötig, einfach hinaufschauen und staunen.

Aufnahme: Ralph Goebel 

ESO/P. Horalek - This media was produced by the European Southern Observatory (ESO), under the identifier potw2227b

Eta-Aquariiden – Sternschnuppen vom Halleyschen Kometen

Datum: Maximum: Nacht auf 6./7. Mai 2026
Sichtbarkeit: Morgendämmerung, ab ca. 03:30 Uhr MESZ

Jedes Jahr im Mai durchquert die Erde den Trümmerstreifen, den der berühmteste aller Kometen hinterlassen hat: Halley's Komet. Das Ergebnis ist der Eta-Aquariiden-Meteorschauer – einer der ertragreichsten und sehenswertertesten Sternschnuppenregen des Jahres.

Die Meteore scheinen aus dem Sternbild Wassermann (Aquarius) zu strömen, genauer aus dem Bereich um den Stern Eta Aquarii. Von unseren Breiten aus liegt der Radiant in der Morgendämmerung nur recht tief über dem Südosthorizont – was die Ausbeute etwas schmälert. Dennoch lassen sich bei gutem Himmel durchaus 20–30 Sternschnuppen pro Stunde beobachten, besonders in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang.

Was macht die Eta-Aquariiden besonders?
Die Teilchen, die bei diesem Schauer verglühen, stammen vom Halleyschen Kometen – jenem legendären Himmelskörper, der alle 75–76 Jahre die Sonne umrundet und zuletzt 1986 die Erde begeisterte. Die nächste Erscheinung wird für 2061 erwartet. Was wir im Mai beobachten, sind gewissermassen die «Abdrücke», die Halley auf seinen zahlreichen Reisen durchs innere Sonnensystem hinterlassen hat.

Die Meteorpartikel sind winzig – meist nur millimetergrosse Staubkörnchen – aber sie rasen mit über 66 km/s in die Erdatmosphäre und verglühen in leuchtenden Streifen. Schnelle Meteore mit langen Leuchtspuren sind typisch für diesen Schauer.

Beobachtungstipps für St. Gallen:

  • Beste Zeit: 03:30–05:00 Uhr MESZ am 6. Mai
  • Freie Sicht nach Süden und Südosten ist wichtig
  • Kein Teleskop nötig – mit blossem Auge liegend auf einer Decke beobachten
  • Augen etwa 20 Minuten an die Dunkelheit anpassen lassen
  • Der Mond ist an diesem Datum (kurz nach Vollmond) noch präsent – er stört etwas, aber die helleren Meteore sind trotzdem gut sichtbar

Wer in der Morgendämmerung des 6. Mai in den Himmel schaut, beobachtet die Hinterlassenschaften von Halley's Komet – und verbindet sich mit einer Jahrhunderte alten Tradition der Meteorbeoabchtung.

... ein Blick zurück

Die Sonne und ihr Einfluss auf die Erde - die aktuelle Forschung

Frau Prof. Dr. Lucia Kleint, Professorin für Astronomie an der Uni Bern und Direktorin des Observatoriums Zimmerwald, gab uns am 8. April im Naturmuseum St. Gallen ausführlich Einblick in die aktuelle Sonnenforschung. Durch Auswertung des riesigen Bildmaterials der NASA und durch Aufnahme und Analyse detaillierter und hochauflösender Aufnahmen ihrer Forschungsgruppe sollen Sonneneruptionen, die geladene Teilchen Richtung Erde schleudern, künftig besser und früher vorhergesagt werden.

Dabei bringt sie ihrer Kenntnisse im Bereich der künstlichen Intelligenz ein, welche es ermöglicht grössere Datenmengen in viel kürzerer Zeit nach Indizien für bevorstehende Sonneneruptionen zu durchsuchen.

 

Diese Vorhersage ist sehr wichtig, denn auch die Auswirkungen auf unsere komplexe elektronische Infrastruktur wurden uns sehr eindrücklich erläutert.

Das Interesse war trotz des schönen Frühlingswetters sehr gross und der Saal mit 100 Sitzplätzen fast vollständig besetzt. Das Publikum war ausserordentlich gut informiert und stellte Frau Prof. Dr. Kleint viele hochinteressante Fragen zum Thema, welche ausführlich beantwortet wurden.

Fernerkundung und Satellitenbeobachtung

Ella Schubiger,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin NPOC, Universität Zürich

Am Mittwoch, 24. September veranschaulichte uns Ella Schubiger in ihrem sehr interessanten und mit vielen Bildern und Illustrationen versehen Vortrag die heutigen Möglichkeiten der Fernerkundung durch Satellitenbeobachtung.

Wir erfuhren welche Satelliten auf ihren unterschiedlichen Bahnen und Technologien für die verschieden Beobachtungen eingesetzt werden.

Besonders ans Herz möchte ich allen einen Besuch auf der Website des Copernicus Browsers legen, der einen freien Zugang zu Sentinel Satellitenbildern in verschiedenen Wellenlängen und Zeiträumen ermöglicht.

https://browser.dataspace.copernicus.eu

Vereinsreise zum AOT in Arosa

Am 5. Juli 2025 fand unsere Vereinsreise zum Astrophysikalisches Observatorium Tschuggen - Arosa (AOT) statt.

Hier geht es zum Bericht

Das rätselhafte Gewebe unserer Wirklichkeit und die Grenzen der Physik

Am Mittwoch, dem 14.5. durften wir im Naturmuseum einen Vortrag von Prof. Dr. Gerd Ganteför erleben. Er beleuchtet fundamentale Fragen der Astrophysik, die bis heute unbeantwortet sind. Prof. Ganteför verknüpfte das ganz Grosse (Raumzeit, Urknall) mit dem ganz Kleinen (Quantentheorie, Vakuumfluktuationen, Dunkle Energie) und eröffnete dabei spannende Perspektiven auf das, was die Physik bislang (noch) nicht erklären kann.

Die Information als Grundbaustein ist überall nötig wo Leben ist. Sie lässt Platz für etwas Immatrielles, etwas Geistiges in unserem Universum, dass nicht einfach nur als grosse Maschine betrachtet werden sollte.

Sollten sich die Messungen des James Webb Space Teleskop bewahrheiten, das bereits beim 5. untersuchten Exoplaneten in den Spektren der Atmosphäre Spuren von Leben entdeckt hat. Dann muss das Leben, welches mit Blick auf die Entropie eigentlich ganz und gar unwahrscheinlich ist, in "noch" nicht entdeckten Gesetzmässigkeiten unseres Universums  verankerten sein. 

Wir danken und hoffen auf eine baldige Wiederholung mit einem neuen spannendem Thema.

AVSG Chlausabend

Am Freitag, 6.12.2024  fand der AVSG Chlausabend oberhalb St.Georgen im Restaurant Unterer Brand unweit unserer Sternwarte statt. Es ware alle AVSG Mitglieder herzlich eingeladen mit ihrer Partnerin das Vereinsjahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Auch wenn nur wenige die Zeit fanden, genossen wir gemeinsam einen gemütlichen Abend und Elisabeth sorgte für unser kulinarisches Wohl.

Vereinsreise 2024: Ein Blick in die faszinierende Welt der Raumfahrt

Am Samstag, 16. November 2024, führte die Vereinsreise der AVSG zur Ausstellung „Technik im Blick: Von der Erde ins All“, die im Rahmen des neuen Studienlehrgangs für Weltraum-Technologie konzipiert wurde.

Weitere Aufnahmen hier: Fotos

Besonders beeindruckend war die persönliche Führung durch den Raumfahrtexperten Men Schmidt, der nicht nur viele der ausgestellten Exponate selbst gebaut und zur Verfügung gestellt hatte, sondern auch mit seinem enormen Fachwissen zu überzeugen wusste. Zu jeder Mission konnte er detaillierte Daten und spannende Hintergrundinformationen liefern, die die Geschichte und Technik der Raumfahrt lebendig machten. Diese Mischung aus fundiertem Wissen und einzigartigen Exponaten machte den Besuch zu einem inspirierenden und unvergesslichen Erlebnis!

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 09. November, hatten wir von 14 Uhr bis 21 Uhr die Türen unsere Sternwarte für Besucher geöffnet. Leider mit viel Nebel. Nur zu Beginn liess sich ein Blick im Weisslicht auf unsere Sonne erhaschen. Denoch hatten wir am späteren Nachmittag und Abend viele Besucher und Familien, welche die Sternwarte mit ihrer historischen Kuppel besuchen und viele Fragen stellen konnten.

Speziell der Bau einer eigenen drehbaren Sternkarte wurde von unseren Familien intensiv genutzt. Und trotz Nebel konnte deren Handhabung über die an die Leinwand projektierte Simulation des Sternhimmels geübt werden.

Nochmals vielen Dank an unsere Besucher für das entgegengebrachte Interesse.

20 und 10 Jahre Jubiläen der Rosetta Mission

Am 4. Speptember hielt Frau Prof. Dr. Kathrin Altwegg im Naturmuseum St.Gallen einen Vortrag anlässlich der 10 & 20 Jahre Jubiläen der Rosetta Misson. Sie war Projektleiterin des Massenspektrometers «Rosina», das an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta den Kometen «Chury» vermessen hat. Sie berichtete über interessante Details und Hintergrundinformationen zum Kometen und zur Mission der ESA Raumsonde welche im Jahre 2014 den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko besuchte.

Meteoritensuche in der Antarktis

Am Mitwoch, 12.6.2024 durfte der AVSG im Naturmuseum St.Gallen Frau Dr. Maria Schönbächler (Erdwissenschaften ETH Zürich) begrüssen.

Wie entstand unser Sonnensystem? Woher kommen unsere Kometen und aus welchem Material bestehen sie? Was passiert wenn ein Meteorit in die Erdatmosphäre eintritt und den Fall bis zur Erdoberfläche übersteht? Wie findet man Meteoriten? Warum sucht man sie in der Antarktis? Was können wir aus der Forschung an Meteoriten über unser Sonnensystem lernen?

Fragen über Fragen, die uns Frau Dr. Schönbächler in ihrem kurzweiligen Vortrag beantworten konnte. Nochmals vielen Dank.

Und war die Suche erfolgreich? Aber ja! Man fand neben kleineren Meteoriten auch einen Brocken von beachtlichen 7.6 kg. Dieser Meteorit ist  grösser als 99.7% aller 40'000 bereits in der Antarktis gefunden Meteoriten!