Herzlich Willkommen

Die Astronomische Vereinigung St.Gallen ist ein engagierter Verein, der sich der Förderung der Astronomie und verwandter Wissenschaften widmet. Ziel ist es, astronomisches Wissen durch gemeinsame Himmelsbeobachtungen, Vorträge, Kurse und Diskussionen sowohl unter den Mitgliedern als auch in der Öffentlichkeit zu verbreiten. Unsere Mitglieder sind Kollektivmitglieder der Schweizerischen Astronomischen Gesellschaft (SAG) . Unser Verein schafft einen inspirierenden Raum, um die Faszination des Universums gemeinsam zu entdecken und zu teilen.

Astronomische Wetteraussichten in St.Gallen

Tipp: Auf die grünen Quadrate in der ersten Zeile "Summary" achten. Dann ist der Himmel klar und die Sterne sind zu sehen:

Astronomische Ereignisse

Jupiter in Oppostion 

Am 10. Januar 2026 erlebt Jupiter einen seiner großen Auftritte am Nachthimmel: Der Riesenplanet steht in Opposition und leuchtet heller als sonst. Von einer Opposition spricht man, wenn die Erde genau zwischen Sonne und einem äußeren Planeten steht – der Planet befindet sich der Sonne also direkt gegenüber. Das hat einen wunderbaren Effekt: Jupiter geht bei Sonnenuntergang auf, steht um Mitternacht hoch am Himmel und bleibt die ganze Nacht sichtbar.

Gleichzeitig ist er der Erde besonders nah, was ihn nicht nur auffallend hell, sondern auch größer erscheinen lässt.
Schon mit einem kleinen Teleskop zeigen sich seine Wolkenbänder und die vier großen Monde eindrucksvoll.
Diese Nacht ist ein echtes Highlight für alle, die den Sternenhimmel lieben – egal ob mit bloßem Auge, Fernglas oder Kamera.

Die NASA Sonde Juno ist natürlich noch näher bei Jupiter und liefert uns spektakuläre Aufnahmen:

Die Aufnahme links ist das Bild eines „Jets“ in Jupiters Atmosphäre und wurde am 23. Mai 2022 von der JunoCam-Kamera an Bord der NASA-Raumsonde Juno aufgenommen.

Jupiters Atmosphäre ist in helle Zonen und dunklere Bänder gegliedert, die durch starke Windströme voneinander getrennt sind. An diesen Grenzbereichen entstehen Turbulenzen, die zu chaotischen Regionen mit farbenfrohen Wolken führen. In diesem Bild wurden die Farben gezielt verstärkt, um feine Details sichtbar zu machen und die verschiedenen Wolkenschichten besser zu erkennen.

PIA25693 Credits: Image data: NASA/JPL-Caltech/SwRI/MSSS, Image processing: Sergio Díaz CC BY-NC-SA 3.0

 

Der Mond trifft die Plejaden

Am 27.01. zieht der zunehmende Mond direkt am Sternhaufen der Plejaden (M45) vorbei. Von St. Gallen aus ist die Begegnung hoch am Himmel abends mit Blickrichtung Süd-Südwest zu sehen – mit Chance auf kurze Sternbedeckungen durch den Mondrand. Ein perfekter Abend für Fernglas, kleines Teleskop und stimmungsvolle Fotos.

Das bestes Zeitfenster ist von ca. 20:00 bis 00:30 Uhr. Der zunehmende  zu 68% beleuchtete Mond steht bereits um 19:34 Uhr am höchsten (ca. 67°) über dem Horizont. 

Nur die beiden Sterne Asterope (22:47 Uhr) und Sterope (22:57 Uhr) werden knapp bedeckt. 

Ausrüstungstipps: warm anziehen; Fernglas 7–10× oder kleines Teleskop; für Fotos 50–135 mm, Stativ, kurze Belichtungen für den Mond, Streulichtschutz verwenden.

Bild: Stellarium - rot markiert die Mondbahn.

Bild: Stellarium https://stellarium.org/de/
Stellarium im Browser: https://stellarium-web.org

Wann wird T Coronae Borealis zur Nova?

Der etwa 2700 Lj entfernte Stern T Coronae Borealis (kurz T Crb)  ist normalerweise nur in einem Teleskop sichtbar. Etwa alle 80 Jahre wird er zu einer 1000-mal helleren Nova. Bei den letzten Ausbrüchen 1866 und 1946 erreichte er eine Helligkeit von 2.0 Mag. War also gut von Auge zu beobachten.

T CrB ist eigentlich ein Doppelstern. Ein roter Riesenstern wird von einem kleinen weissen Zwergstern eng umkreist. Der Zwergstern saugt dabei Gas vom grossen Bruder ab. Wird eine kritische Masse erreicht, setzen Fusionprozesse ein und der weisse Zwergstern wird zur Nova. Nach 3-4 Wochen ist das Wasserstoffgas in der Atmosphäre des Zwergsterns verbraucht und die Helligkeit reduziert sich wieder auf das Mass vor dem Ausbruch.

Der Ausbruch wurde für den September 2024 vorhergesagt... Aber wie auf dem rechten Bild zu sehen ist, hat er aktuell noch seine Helligkeit von 10 Mag. Also Augen auf. 

Das Sternbild Corona Borealis (nördliche Krone) ist aktuell um ca. 5.00 Uhr am östlichen Morgenhimmel sichtbar.

Die Wetter und Meteorkamera der Sternwarte Luzern könnte vielleicht helfen die Nova zu erkennen:

https://sternwarteluzern.ch/sternwarte/webcam/

Ausserdem findet man dort evtl. einen Update zum aktuellen Stand:

https://sternwarteluzern.ch/t-coronae-borealis-nova-fuer-2024-vorhergesagt/ 

Sternkarte zum Auffinden von T CrB:

... ein Blick zurück

Fernerkundung und Satellitenbeobachtung

Ella Schubiger,
Wissenschaftliche Mitarbeiterin NPOC, Universität Zürich

Am Mittwoch, 24. September veranschaulichte uns Ella Schubiger in ihrem sehr interessanten und mit vielen Bildern und Illustrationen versehen Vortrag die heutigen Möglichkeiten der Fernerkundung durch Satellitenbeobachtung.

Wir erfuhren welche Satelliten auf ihren unterschiedlichen Bahnen und Technologien für die verschieden Beobachtungen eingesetzt werden.

Besonders ans Herz möchte ich allen einen Besuch auf der Website des Copernicus Browsers legen, der einen freien Zugang zu Sentinel Satellitenbildern in verschiedenen Wellenlängen und Zeiträumen ermöglicht.

https://browser.dataspace.copernicus.eu

Vereinsreise zum AOT in Arosa

Am 5. Juli 2025 fand unsere Vereinsreise zum Astrophysikalisches Observatorium Tschuggen - Arosa (AOT) statt.

Hier geht es zum Bericht

Das rätselhafte Gewebe unserer Wirklichkeit und die Grenzen der Physik

Am Mittwoch, dem 14.5. durften wir im Naturmuseum einen Vortrag von Prof. Dr. Gerd Ganteför erleben. Er beleuchtet fundamentale Fragen der Astrophysik, die bis heute unbeantwortet sind. Prof. Ganteför verknüpfte das ganz Grosse (Raumzeit, Urknall) mit dem ganz Kleinen (Quantentheorie, Vakuumfluktuationen, Dunkle Energie) und eröffnete dabei spannende Perspektiven auf das, was die Physik bislang (noch) nicht erklären kann.

Die Information als Grundbaustein ist überall nötig wo Leben ist. Sie lässt Platz für etwas Immatrielles, etwas Geistiges in unserem Universum, dass nicht einfach nur als grosse Maschine betrachtet werden sollte.

Sollten sich die Messungen des James Webb Space Teleskop bewahrheiten, das bereits beim 5. untersuchten Exoplaneten in den Spektren der Atmosphäre Spuren von Leben entdeckt hat. Dann muss das Leben, welches mit Blick auf die Entropie eigentlich ganz und gar unwahrscheinlich ist, in "noch" nicht entdeckten Gesetzmässigkeiten unseres Universums  verankerten sein. 

Wir danken und hoffen auf eine baldige Wiederholung mit einem neuen spannendem Thema.

AVSG Chlausabend

Am Freitag, 6.12.2024  fand der AVSG Chlausabend oberhalb St.Georgen im Restaurant Unterer Brand unweit unserer Sternwarte statt. Es ware alle AVSG Mitglieder herzlich eingeladen mit ihrer Partnerin das Vereinsjahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Auch wenn nur wenige die Zeit fanden, genossen wir gemeinsam einen gemütlichen Abend und Elisabeth sorgte für unser kulinarisches Wohl.

Vereinsreise 2024: Ein Blick in die faszinierende Welt der Raumfahrt

Am Samstag, 16. November 2024, führte die Vereinsreise der AVSG zur Ausstellung „Technik im Blick: Von der Erde ins All“, die im Rahmen des neuen Studienlehrgangs für Weltraum-Technologie konzipiert wurde.

Weitere Aufnahmen hier: Fotos

Besonders beeindruckend war die persönliche Führung durch den Raumfahrtexperten Men Schmidt, der nicht nur viele der ausgestellten Exponate selbst gebaut und zur Verfügung gestellt hatte, sondern auch mit seinem enormen Fachwissen zu überzeugen wusste. Zu jeder Mission konnte er detaillierte Daten und spannende Hintergrundinformationen liefern, die die Geschichte und Technik der Raumfahrt lebendig machten. Diese Mischung aus fundiertem Wissen und einzigartigen Exponaten machte den Besuch zu einem inspirierenden und unvergesslichen Erlebnis!

Tag der offenen Tür

Am Samstag, 09. November, hatten wir von 14 Uhr bis 21 Uhr die Türen unsere Sternwarte für Besucher geöffnet. Leider mit viel Nebel. Nur zu Beginn liess sich ein Blick im Weisslicht auf unsere Sonne erhaschen. Denoch hatten wir am späteren Nachmittag und Abend viele Besucher und Familien, welche die Sternwarte mit ihrer historischen Kuppel besuchen und viele Fragen stellen konnten.

Speziell der Bau einer eigenen drehbaren Sternkarte wurde von unseren Familien intensiv genutzt. Und trotz Nebel konnte deren Handhabung über die an die Leinwand projektierte Simulation des Sternhimmels geübt werden.

Nochmals vielen Dank an unsere Besucher für das entgegengebrachte Interesse.

20 und 10 Jahre Jubiläen der Rosetta Mission

Am 4. Speptember hielt Frau Prof. Dr. Kathrin Altwegg im Naturmuseum St.Gallen einen Vortrag anlässlich der 10 & 20 Jahre Jubiläen der Rosetta Misson. Sie war Projektleiterin des Massenspektrometers «Rosina», das an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta den Kometen «Chury» vermessen hat. Sie berichtete über interessante Details und Hintergrundinformationen zum Kometen und zur Mission der ESA Raumsonde welche im Jahre 2014 den Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko besuchte.

Meteoritensuche in der Antarktis

Am Mitwoch, 12.6.2024 durfte der AVSG im Naturmuseum St.Gallen Frau Dr. Maria Schönbächler (Erdwissenschaften ETH Zürich) begrüssen.

Wie entstand unser Sonnensystem? Woher kommen unsere Kometen und aus welchem Material bestehen sie? Was passiert wenn ein Meteorit in die Erdatmosphäre eintritt und den Fall bis zur Erdoberfläche übersteht? Wie findet man Meteoriten? Warum sucht man sie in der Antarktis? Was können wir aus der Forschung an Meteoriten über unser Sonnensystem lernen?

Fragen über Fragen, die uns Frau Dr. Schönbächler in ihrem kurzweiligen Vortrag beantworten konnte. Nochmals vielen Dank.

Und war die Suche erfolgreich? Aber ja! Man fand neben kleineren Meteoriten auch einen Brocken von beachtlichen 7.6 kg. Dieser Meteorit ist  grösser als 99.7% aller 40'000 bereits in der Antarktis gefunden Meteoriten!