Jupiter in Oppostion
Am 10. Januar 2026 erlebt Jupiter einen seiner großen Auftritte am Nachthimmel: Der Riesenplanet steht in Opposition und leuchtet heller als sonst. Von einer Opposition spricht man, wenn die Erde genau zwischen Sonne und einem äußeren Planeten steht – der Planet befindet sich der Sonne also direkt gegenüber. Das hat einen wunderbaren Effekt: Jupiter geht bei Sonnenuntergang auf, steht um Mitternacht hoch am Himmel und bleibt die ganze Nacht sichtbar.
Gleichzeitig ist er der Erde besonders nah, was ihn nicht nur auffallend hell, sondern auch größer erscheinen lässt.
Schon mit einem kleinen Teleskop zeigen sich seine Wolkenbänder und die vier großen Monde eindrucksvoll.
Diese Nacht ist ein echtes Highlight für alle, die den Sternenhimmel lieben – egal ob mit bloßem Auge, Fernglas oder Kamera.
Die NASA Sonde Juno ist natürlich noch näher bei Jupiter und liefert uns spektakuläre Aufnahmen:
Die Aufnahme links ist das Bild eines „Jets“ in Jupiters Atmosphäre und wurde am 23. Mai 2022 von der JunoCam-Kamera an Bord der NASA-Raumsonde Juno aufgenommen.
Jupiters Atmosphäre ist in helle Zonen und dunklere Bänder gegliedert, die durch starke Windströme voneinander getrennt sind. An diesen Grenzbereichen entstehen Turbulenzen, die zu chaotischen Regionen mit farbenfrohen Wolken führen. In diesem Bild wurden die Farben gezielt verstärkt, um feine Details sichtbar zu machen und die verschiedenen Wolkenschichten besser zu erkennen.